Lena Nzume

Lena Nzume

Landtagskandidatin für den Oldenburg Nord/West (Wahlbezirk 63)

Bereit für einen politischen Paradigmenwechsel

Der Wunsch, die Lebensumstände für Menschen zu verbessern, wurde mir durch das soziale und politische Engagement meiner Eltern in die Wiege gelegt. Im Bewusstsein aufgewachsen, wie wichtig Bildung ist, ist es mir ein Herzensthema, die Lebensbedingungen für alle Menschen positiv zu gestalten. Dies stand auch immer im Mittelpunkt meiner beruflichen Laufbahn. Und dafür will ich mich auch im Landtag einsetzen.

Meinen persönlichen Auftrag als zukünftige Landtagsabgeordnete sehe ich darin, meine fachliche Expertise als Soziologin einzubringen, um all diese sich überschneidenden Themen zusammenzuführen und nachhaltige Lösungsansätze zu erarbeiten. Eine inklusions- und diversitätsorientierte sowie diskriminierungskritische Perspektive bildet dabei die Grundlage meines Handelns. Mit ganzer Kraft setze ich mich für eine klimaschützende, solidarische und rassismuskritische Gesellschaft ein, in der auch künftige Generationen gesund leben können.

Es kommt auf uns alle an und nicht nur auf mich als Kandidatin. Lasst uns gemeinsam die notwendigen Veränderungen angehen. Die Zukunft wird aus Mut gemacht!

Meine politische Leidenschaft:

  • Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen denken
  • diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Perspektive einbringen
  • Grüne Politik gestalten, die allen Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht

Dafür setze ich mich ein:

Gute Bildung für Alle in der kommunalen Bildungslandschaft

Um die notwendigen sozial-ökologischen Transformationen anzugehen, braucht es mündige und informierte Bürger:innen, die sich in allen gesellschaftlichen Kernbereichen vielfältig einbringen und die Zukunft aktiv mitgestalten. Gute Bildung und Ausbildung sind hierfür die wesentlichen Voraussetzungen. Ich setze mich dafür ein, dass politische Rahmenbedingungen für erfolgreiche Bildungsprozesse geschaffen und ausgebaut werden. Mein Ziel ist es, unser Schul- und Bildungssystem zukunftsfähig und chancengerecht auszurichten, denn Bildung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte. Das Schul- und Bildungssystem zukunftsfähig modernisieren und inklusiv gestalten, sodass Alle ihre Potenziale entwickeln können. Grüne Bildungspolitik sorgt für Bildungsgerechtigkeit, stärkt die solidarische Gemeinschaft und trägt dazu bei, soziale Spaltung zu überwinden.

Konkret heißt dies:

  • vernetzte Angebote in der kommunalen Bildungslandschaft und projektbasiertes, fächerübergreifendes Lernen.
  • Verankerung der Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Inklusions- und Diversitätsorientierung sowie Diskriminierungs- und Rassismuskritik in den Lehrplänen, den Schulbüchern und vor allem in der Lehrer:innenausbildung sowie im Fort- und Weiterbildungsbereich.
  • Stärkung der Kooperation und des Zusammenwirkens aller Bildungsakteure in einer Kommune zu aktiven Bildungslandschaften.
Flucht- und Migrationspolitik menschenwürdig machen

Der Klimawandel ist ein Risikomultiplikator für Dürre, Überschwemmungen, Armut, Hunger und Flucht. Dadurch werden weltweit die Lebensgrundlagen von immer mehr Menschen bedroht. Der daraus resultierende Kampf um Ressourcen führt zu neuen Konflikten und kann bereits bestehende verschärfen. Schon jetzt fliehen mehr Menschen vor Klimakatastrophen als vor Krieg. Deshalb müssen Klimaschutz und Migration zusammen gedacht sowie lokale und globale Strategien entwickelt werden, um unseren Planeten auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten. Die aktuellen verstärkten Grenzsicherungen der Festung Europa werden Menschen nicht aufhalten. Daher engagiere ich mich für eine menschenrechtsorientierte Flucht- und Migrationspolitik, die eine schnellere Integration und Partizipation ermöglicht, denn wer sich zugehörig fühlt, übernimmt Verantwortung.

Solidarische Gesellschaft & Antidiskriminierung fördern

In den letzten Jahren hat sich viel in Deutschland und Niedersachsen getan, um Diskriminierung und Rassismus abzubauen. Doch zugleich gibt es in vielen europäischen Ländern und auch in Deutschland ein Wiedererstarken von rechtspopulistischen und demokratiefeindlichen Tendenzen. Hierin zeigen sich die Spuren des immer noch nicht aufgearbeiteten historischen Unrechtes des Kolonialismus und die fortdauernden kolonialen Kontinuitäten. Durch die Pandemie haben soziale Ungleichheit und Armut zugenommen. In einem solchen Klima gedeiht der Rechtsextremismus besonders gut. Ich setze mich dafür ein, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ein Landesgesetz, das Menschen vor Diskriminierung schützt, schützt auch die vielfältigen und individuellen Lebensweisen.

Verwaltung nachhaltig transformieren & ressortübergreifende Stadt- und Sozialplanung stärken

Um den Zusammenhalt räumlich und sozial zu stärken brauchen, wir gezielte Maßnahmen für Stadt und Land, die Begegnung ermöglichen und Menschen zusammenbringen. Dazu gehören beispielsweise Konzepte zur Mehrfachnutzung von Gebäuden, um Leerstände zu vermeiden oder flexiblere und beständigere Mobilitätsangebote, die Stadt und Land verbinden.

Um Armut zu bekämpfen, braucht es wohnortnahe Angebote, in denen Menschen verschiedenste Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen können, ohne sich beschämt zu fühlen. Hierfür braucht es eine Verwaltung, die nachhaltig und ressortübergreifend agiert und im Hinblick auf Klimaschutz eine Vorbildfunktion hat.

(Grünes) Engagement

  • Sprecherin LAG Schule
  • Mitarbeit in LAG Flucht & Migration, Frauenpolitik und Soziales
  • Kandidatin Stadtrat für Stadtrat im Wahlbereich 5 (2021)
  • Vorstandsarbeit Stadtverband Oldenburg (2014)
  • Beratendes Mitglied im Integrationsausschuss der Stadt Oldenburg
  • Mitarbeit in der Hochschulselbstverwaltung
  • Vorstand des Stadtelternrates (2019)
  • Kontaktstelle des VamV in Oldenburg (2017)
  • Mitgliedschaften: VamV, ISD, NABU, United Against Racism

Beheimatet in Oldenburg und die Welt im Blick

Am 07.03.1980 wurde ich in Kumba, Kamerun geboren. Durch das sozialpolitische Engagement meiner Eltern wurde ich bereits in meiner Kindheit auch für die Wichtigkeit von Bildung sensibilisiert. Mein Vater stammte aus einem kleinen Dorf im kamerunischen Regenwald, studierte in Europa und gründete später eine Klinik in seiner Heimat, um die Region infrastrukturell aufzubauen. Meine Mutter, eine gebürtige Oldenburgerin, hat rund 10 Jahre in Kamerun gelebt, wo sie Entwicklungshelferin beim Deutschen Entwicklungsdienst und gemeinsam mit meinem Vater Dr. S.N. Nzume, einem praktizierenden Arzt, Entwicklungsprojekte durchführte. Mein Vater gab mir zum ersten Geburtstag folgenden Wunsch mit: „Diene den Menschen!“. Insofern prägten mich schon früh das soziale Engagement meiner Eltern und ihre gesellschaftspolitischen Aktivitäten.

Mit 8 Jahren kam ich mit rudimentären Deutschkenntnissen nach Deutschland und besuchte in Westerstede die Grundschule. Dank der intensiven Unterstützung meiner Grundschullehrerin und meiner großen Freude am Lesen habe ich schnell die deutsche Sprache erlernt und die Europaschule Gymnasium Westerstede besucht, wo ich auch das Abitur machte.

Später studierte ich an der Universität Konstanz Soziologie, Politik- und Kunst & Medienwissenschaften, weil mich die Frage umtrieb, wie sich soziale Ungleichheit abbauen und ein gelungenes Zusammenleben der Vielen erreichen lässt. Im April 2006 wurde mein Sohn geboren. Als alleinerziehende Mutter kenne ich den Spagat zwischen Berufstätigkeit und Familie, die Herausforderung der Kinderbetreuung und das hohe Armutsrisiko von Einelternfamilien zu gut. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport und halte mich viel in der Natur auf. Außerdem koche ich gern, bin Kino- und Filmeliebhaberin und Fan unserer EWE Baskets.

Berufliche Stationen – Die Lebensbedingungen für die Menschen verbessern

Meine berufliche Laufbahn startete ich im Stiftungswesen. Dort war ich fünf Jahre lang für die Konzeption und Durchführung von Projekten verantwortlich. Ziel war es, die Lebensbedingungen für die Menschen in Oldenburg positiv zu gestalten und benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern. Im Nachbarschaftsbüro Düsternort, Delmenhorst, baute ich u.a. ein Willkommenscafé für Geflüchtete auf, unterstützte Menschen mit Migrationsgeschichte und beriet Institutionen zu migrationsgesellschaftlichen Themen.

In den 6 Jahren Berufstätigkeit bei der Stadt Oldenburg bekleidete ich die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in der Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg, die ich zeitweise kommissarisch leitete. Hier lagen meine Schwerpunkte in der Bildungs- und Empowermentarbeit von Migrant:innen und Migrantenselbstorganisationen, der Initiierung und Koordinierung von Maßnahmen und Projekten, die zur Förderung von Teilhabechancen von Migrant:innen beitrugen und der Netzwerkarbeit. In der Koordinierungsstelle für Neuzugewanderte habe ich dazu beigetragen, für die Stadt Oldenburg ein schlüssiges Bildungsmanagement zu entwickeln und gute Bedingungsfaktoren für erfolgreiche Bildungsprozesse von Neuzugewanderten auf- und auszubauen. Die Schwerpunkte meiner Arbeit waren der Aufbau eines indikatorengestützten Bildungsmonitorings und die Beratung von kommunalen Entscheidungsinstanzen zu migrationsgesellschaftlichen Themen.

Die Begeisterung für Forschung blieb mir auch in der Praxis erhalten. Daher ist für mich die Verbindung von Forschung und Praxis immer wichtig. In diesem Zusammenhang habe ich auch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) aufgebaut und habe als Gastdozentin in verschiedenen Seminaren und Vorlesungen über die Bildungssettings in der Stadt Oldenburg referiert. Außerdem habe ich die mit dem CMC in Kooperation durchgeführte Praxiswerkstatt Migrationsgesellschaftliche Professionalität und Migrationspädagogik organisiert. An diese Erfahrungen anknüpfend bin ich 2020 an die Carl von Ossietzky Universität gewechselt, wo ich mich mit der Analyse der migrationsgesellschaftlichen Bedingungen für Bildungssettings beschäftige und zu Differenzkonstruktionen in Schulentwicklungsprozessen promoviere. Meine Arbeitsschwerpunkte sind dementsprechend die Untersuchung der Herstellung von Differenz im Bildungssystem, rassismuskritische Schul- und Organisationsentwicklung sowie Kooperationsverhältnisse im Netzwerk der Bildungslandschaft.

Tabellarische Übersicht

04.2020 – jetztWissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
09.2016 – 08.2020Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte
09.2014 – 08.2016Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in der Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg
03.2015 – 10.2015Kommissarische Leitung der Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg
09.2014 – 09.2014Nachbarschaftsbüro Düsternort des Diakonischen Werkes
03.2009 – 08.2014Projektleitung und Assistenz des Vorstandes und der Geschäftsführung in der Eriksen-Grensing-Stiftung
Projektleitung und Geschäftsführung in der Oldenburgischen Bürgerstiftung
04.2006 – 02.2009Elternzeit
10.2003 – 04.2004Praktikum im Pressebüro der Stadtverwaltung Konstanz
04.2004 – 05.2004Honorartätigkeit im Projekt „Städtepartnerschaftstreffen“ von Konstanz und Tabor des Pressebüros Stadt Konstanz
Schul- und Hochschulbildung
2006Abschluss Magister Artium Soziologie
2000 – 2006Magisterstudium an der Universität Konstanz:
Soziologie, Politikwissenschaften, Kunst- und Medienwissenschaften
1991 – 1999Europaschule Gymnasium Westerstede, Abschluss: Abitur
1996 – 1997Auslandsjahr in Kamerun. Besuch der Presbyterian High School
und Mitarbeit in der Privatklinik Ejed Clinic, Kumba
1987 – 1991Grundschule Westerstede
1984 – 1987Primary School in Kumba, Kamerun
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