Kampf gegen Artensterben: Land fördert Vernetzung von Biotopen

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt dazu die GRÜNEN-Landtagsabgeordnete Lena Nzume aus Oldenburg. Deshalb sei es richtig, den Biotopverbund jetzt konsequent voranzubringen.

Denn viele natürliche Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt sind durch Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte Flächen voneinander getrennt. Für zahlreiche Arten wird es dadurch immer schwieriger, sich auszubreiten und stabile Populationen zu bilden. „Wenn wir wollen, dass Arten langfristig überleben, müssen wir ihre Lebensräume wieder miteinander verbinden“, so die GRÜNEN-Politikerin. „Genau hier setzt der Biotopverbund an.“

Konkret geht es darum, durch Hecken, Gewässerrandstreifen, Waldränder und artenreiche Wiesen ein Netz aus verbundenen Lebensräumen zu schaffen. Auch sogenannte „Trittsteinbiotope“, das sind kleinere Rückzugsorte, sollen helfen, die Lücken zwischen größeren Flächen zu schließen. Grundlage dafür ist unter anderem die im Mai 2020 von Landesregierung, Landwirtschafts- sowie Umweltverbänden getroffene Vereinbarung über den sogenannten Niedersächsischen Weg, nach der 15 Prozent der Landesfläche für den Biotopverbund gesichert werden sollen. „Dieses Ziel haben wir noch nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Tempo machen“, betont Nzume.

Mit einem Förderratgeber sowie zusätzlichen Beratungsangeboten sollen Gemeinden, Landwirtschaft und Naturschutzverbände deshalb fortan gezielt dabei unterstützt werden, geeignete Flächen langfristig zu sichern. Nzume: „Jede vernetzte Fläche zählt, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren.“