Lesekreis zu feministischer Literatur


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Feministischer Lesekreis (Foto „white ceramic mug...“ von Tetiana Padurets @ Unsplash)
Foto „white ceramic mug...“ von Tetiana Padurets @ Unsplash

Es geht um das Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ der belarussischen Autorin Swetlana Alexijewitsch, die 2015 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Das Buch, das erstmals 1985 in Minsk veröffentlicht wurde, 1987 in deutscher Übersetzung in der DDR erschien und 2015 bei Suhrkamp neu aufgelegt wurde, ist das erschütternde Dokument einer für Jahrzehnte ausgeblendeten Seite des Zweiten Weltkriegs. Denn Swetlana Alexijewitsch erzählt darin von den Schicksalen und Erlebnissen von Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs auf sowjetischer Seite an der Front dienten. Rund eine Million solcher Frauen sollen damals im Einsatz gewesen sein, als Fliegerinnen, Scharfschützen, Panzersoldatinnen.

Für ihr Buch sprach die Autorin mit früheren Soldatinnen und Sanitäterinnen, mit Ärztinnen und Krankenschwestern. Dabei erfuhr sie von der großen Begeisterung für den Kampf für das Vaterland, aber auch vom Alltag und vom Schrecken des Kriegs aus Sicht der beteiligten Frauen. Ein Geschichtsbuch im klassischen Sinne ist ihr Buch somit nicht. Swetlana Alexijewitsch: „Ich schreibe keine Geschichte des Kriegs, sondern eine Geschichte der Gefühle von Menschen im Krieg.“

Diskutiert wird das Buch im Lesekreis zu feministischer Literatur anhand von Textausschnitten, die während des Treffens vorgelesen werden. Alle Interessierten, unabhängig vom Geschlecht, sind dazu herzlich willkommen.

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